Choose your preferred language
In diesem Interview werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der SANVT Schuh-Kollektion und sprechen über die Ideen, Prozesse und das Handwerk, die hinter unseren Schuhen stehen. Co-Gründer Benjamin erzählt, warum Schuhe von Anfang an Teil der SANVT-Vision waren, was ihm im Sneaker-Markt gefehlt hat und wie Erfahrungen die erste Sneaker-Kollektion geprägt haben. Vom minimalistischen Design und Alltagskomfort bis hin zu italienischem Premiumleder und portugiesischer Handwerkskunst zeigt das Interview, was es braucht, um Sneaker zu entwickeln, die für Langlebigkeit gemacht sind.
Ganz ehrlich: Ein richtig gutes Outfit ist für mich nie komplett ohne die richtigen Schuhe. Das war von Anfang an so. Als wir SANVT aufgebaut haben, ging
es immer um das große Ganze – um Essentials, die man täglich trägt und denen man vertraut. Und da gehören Schuhe einfach dazu. Dazu kommt, dass ich selbst beruflich schon viel mit der Schuhindustrie zu tun hatte. Ich wusste also
ziemlich genau, wie komplex das Thema ist – aber auch, was möglich ist, wenn man es richtig angeht. Irgendwann war klar: Wenn wir es machen, dann machen wir es genauso konsequent wie bei unserer Kleidung. Und dann gab es eigentlich keinen Grund mehr, es nicht zu tun.
Der Sneaker-Markt ist extrem laut. Riesige Logos, ständig neue Drops, viel Marketing aber oft wenig Substanz. Uns hat genau das gefehlt:
ein Sneaker, der ruhig ist, hochwertig, langlebig und nicht nach einer Saison wieder egal. Wir wollten keinen Trend-Sneaker machen und auch keinen Sportschuh im klassischen Sinne. Sondern einen Alltagssneaker, der funktioniert, gut aussieht und sich hochwertig anfühlt – ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Ein perfekter Sneaker ist für mich einer, über den man nicht nachdenkt. Man zieht ihn an, läuft los und merkt einfach: passt. Keine Druckstellen, keine steife Sohle, kein Styling-Stress. Ästhetik, Komfort und Funktion sind bei uns gleichwertig. Wenn eines davon leidet, ist es kein SANVT Essential. Genau
deshalb investieren wir so viel Zeit in Tests und Iterationen. Minimalismus ist dabei alles andere als simpel. Je reduzierter ein Schuh ist, desto sichtbarer wird jedes Detail. Man kann nichts verstecken.
Italienisches Premiumleder war für uns gesetzt. Man spürt den Unterschied sofort – in der Haptik, im Tragegefühl und darin, wie das Material über die Zeit altert. Portugal war für die Produktion die logische Wahl. Dort gibt es herausragendes Schuhhandwerk, viel Erfahrung und eine Arbeitsweise, die perfekt zu unserem Anspruch passt. Bewusst verzichtet haben wir auf alles, was nur günstig ist, aber keine Qualität bringt: billige Kunststoffe, unnötige Spielereien oder Abkürzungen in der Verarbeitung.
Der gesamte Entwicklungsprozess erstreckte sich über knapp zwei Jahre – begleitet von zahlreichen Prototypen, Anpassungen und vielen kleinen Verbesserungen bis ins Detail. Besonders entscheidend war dabei die Passform: Ein Schuh verzeiht keine Fehler. Sobald etwas nicht stimmt, ist es sofort spürbar. Im Vergleich zu Apparel ist Footwear deutlich technischer. Viel mehr Komponenten müssen präzise aufeinander abgestimmt sein, damit am Ende alles perfekt zusammenspielt.
Für die Zukunft sind neue Modelle definitiv geplant – aber Schritt für Schritt. Unser Fokus liegt darauf, das Bestehende weiter zu perfektionieren. Nachhaltigkeit wird dabei noch stärker in den Fokus rücken: langlebigere Konstruktionen, bewusstere Materialien und saubere Prozesse. Für uns ist Footwear kein Projekt, sondern ein langfristiger Teil von SANVT.
